Bart

Das offensichtlichste Symbol der Männlichkeit ist der Bart. Wer selbst keinen hat kann sich einen machen. Doch falsche Bärte sind aufwendig herzustellen und fühlen sich auf die Dauer nicht wirklich angenehm an.

Einzelne Haare oder feiner Flaum sind allerdings verräterisch schaut aus nach Bursche vor der Pubertät oder eben Frau. Bleibt die Alternative, sich zu rasieren und aussehen wie ein glattrasierter Mann.

Wer sich für einen falschen Bart entscheidet hat zwei Möglichkeiten: Fertig gekaufte oder selbstgemachte Bärte.

Fertig gekaufte Bärte

Dabei geht es in erster Linie um Schnurrbärte. Es kommt auf die Qualität an. Einfache Faschingsbärte sind nicht geeignet, das fällt auf und schaut unnatürlich aus. In gehobenen Geschäften für Kostüme oder Theaterbedarf gibt es allerdings aus Echthaar geknüpfte Bärte, die ganz gut aussehen.

Die Farbe sollte so gewählt werden, dass sie gut zur Haarfarbe passt. Aber nicht unbedingt die selbe Farbe, Bart- und Kopfhaar haben oft einen etwas unterschiedlichen Ton..

Vor dem ersten Tragen wird der Bart zurechtgeschnitten und an das Gesicht angepasst. Geschnitten wird besser von unten, am Gewebe an das die Haare befestigt sind, dann gibt es keine künstlich wirkenden geraden Kanten.

Befestigt wird der Bart mit Mastix, einer Gummilösung, die in Fläschken inclusive Pinsel verkauft wird. Zum Entfernen eignet sich hochprozentiger Alkohol (Isopropanol aus der Apotheke).

Vor dem Ankleben empfiehlt es sich, die Oberlippe zu rasieren. Sonst tut das runterziehen weh. Dann die Stelle wo der Bart kleben soll vollständig mit Mastix bestreichen, den Bart anpressen und ein wenig festhalten. Wenn er nicht vollständig klebt kann mit einem kleinen Pinsel Mastix nachgetragen werden. Danebengepatztes Mastix kann mit einem Wattestäbchen und Alkohol entfernt werden. Dann den Mund nicht zu viel bewegen, bis der Mastix trocken ist.

Essen mit dem Bart geht ganz gut. Lösen kann er sich wenn ihr auf der Oberlippe viel schwitzt oder sie viel bewegt. Deshalb ist es gut, immer ein wenig Mastix und einen Spiegel mitzuhaben.

Zum Entfernen wird Alkohol auf den Bart getupft und er kann abgezogen werden. Mastixspuren können mit Alkohol entfernt werdenund er kann vorsichtig mit mildem Seifenwasser gewaschen werden.

Selbstgemachte Bärte

Bärte oder Bartstoppeln werden aus Wollkrepp gemacht. Erhältlich sind sie in Geschäften für Theaterbedarf (zum Beispiel: Brennig Maskenbildnerzubehör, 1060 Wien, Magdalenenstraße 22, www.brennig.at).

Wollkrepp wird in Zöpfen verkauft. Nicht alle Haartöne gibt es fertig, vor allem Blondtöne müssen gemischt werden. Dunkelbraun und Platinblond ergibt zum Beispiel Dunkelblond oder Hellbraun, je nach Mischungsverhältnis.

Bartstoppeln machen nicht viel Arbeit. Es werden kleine Stücke vom Zopf abgeschnitten. Farbmischungen werden mit den abgeschnittenen Stücken gemacht. Dann wird das Gesicht da wo die Stoppeln sitzen sollen mit einem speziellen Klebestift eingeschmiert. Die Stoppeln lassen sich am besten mit einem etwas feuchten Make-Up Schwamm aufbringen. Sieht gut aus, ist aber nicht kussecht und neigt zum Jucken.

Bärte sind schwieriger zu machen und viel Arbeit. Man nimmt - je nachdem ob man mischen muss oder nicht - einen oder mehrere Stränge Wollkrepp. Zum einfacheren Weiterarbeiten empfiehlt es sich, diese zunächst mit einem Bügeleisen zu glätten. Dann legt man die Stränge zusammen und zieht sie wieder auseinander und legt sie wieder zusammen und zieht sie wieder auseinander, so lange bis man etwas in der Hand hält, das einem Bart ähnlich sieht. Dann muss man ihn in Form bringen. Das ist der schwierige Teil. Danach wird eine klare Kante zugeschnitten und der Bart mit Mastix ins Gesicht geklebt. Schliesslich noch zupfen, drehen, schneiden, was immer nötig ist.

 

 

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